Institut für Neue Kommunikation (INK)

Neue Kommunikation 

Das Institut für neue Kommunikation (INK) entwickelt Konzeptionen und Gestaltungen, um zum Anders-, Neu- und Umdenken zu inspirieren. Das Ziel ist es, neue Betrachtungsweisen auf kommunikative Herausforderungen in der Alltagswelt zu ermöglichen. Aufgaben werden mit dem Anspruch bewältigt, den Mehrwert von durchdachten Kommunikationsmitteln für unsere Gesellschaft aufzuzeigen und die visuelle Kultur zu bereichern. Das Institut besitzt einschlägige Erfahrung bei der Entwicklung von visuellen Identitäten (Corporate Design) für Institutionen, Städte und Konferenzen, sowie für große Kulturevents und Ausstellungen. 

 

Für und mit der HfG 

Studierende der HfG werden an den Kooperationsprojekten beteiligt und intensiv betreut. Auf der Basis einer unvoreingenommenen Haltung, bringen sie ihre eigenen Ideen mit ein und lernen durch reale Aufgabenstellungen. Die Teilnehmer können während des Projekts ihren Bildungsweg reflektieren und sich in der Praxis Orientierung für den zukünftigen Werdegang verschaffen. Die wechselnden Projektteams des Instituts werden von Navigatoren geleitet. Je nach Aufgabenstellung wird das Team durch Experten aus dem Netzwerk (Alumni, Mitarbeiter, Lehrbeauftragte, Professoren) der Hochschule ergänzt. Darüber hinaus stehen exzellente Hochschulpartner in China und Australien zur Verfügung. 

Zukunft entwerfen

Im Geist des Bildungsauftrages der Hochschule für Gestaltung Offenbach wird der Entwicklungsprozess der Projekte für eine interessierte Öffentlichkeit online dokumentiert. Ideen, Gedanken, Methoden, Theorien und Abläufe werden visualisiert, um andere zu inspirieren. INK unterstützt Institutionen und Unternehmen bei der Lösung kommunikativer Herausforderungen. In enger Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern begeben sich Projektteams auf die Suche nach neuen Entwicklungsperspektiven für Identitäts- und Veränderungsprozesse. INK agiert darüber hinaus auch HfG-intern als Katalysator für die Entwicklung von Projekten und Veranstaltungen. Das Institut setzt auf ein breites Spektrum von wissenschaftlichen Quellen, Recherche- und Gestaltungspraktiken. Die Ergebnisse von 

Entwicklungsprozessen umfassen unabhängig vom Projektauftrag stets visuelle Entwürfe, die Ergebnisse fassbar machen oder selbst das Ergebnis sind. Im Idealfall sind die konzeptionellen und gestalterischen Lösungen als kulturelle Wegweiser einsetzbar und unterstützen die Weiterentwicklung der Partnerorganisation. Leitung: Prof. Klaus Hesse, Navigatoren: Nikolas Brückmann, Yuriy Matveev, Tobias Teickner 

 

Referenzen: Art Directors Club für Deutschland, B3 Biennale des bewegten Bildes, Deutsche Bahn On Stage, Deutscher Mobilitätskongress, Falken Europe, Frankfurter Buchmesse, Freilichtmuseum Hessenpark, Goethe Universität Frankfurt, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, House of Finance, Institut für Sexualpädagogik, Japanisches Filmfestival Nippon Connection, Frankfurt, Landesamt für Denkmalpflege, Lufthansa Cargo, Mann Stiftung, Procter & Gamble, Senckenberg Museum, Siemens, Stiftung Sprudelhof, Stadt Mühlheim am Main, Stadt Tübingen, Visa Card Europe, ZDF 

Erneuerung von Identität

Welche neuen Herausforderungen, Risiken und soziale Verantwortlichkeiten müssen sich Designlehrer heute stellen? 

Angebote, Märkte und Zielgruppen sind in staubkorngroße Segmente zerfallen. Die Digitalisierung der Kommunikation hat den Weltmarkt auf Displays zusammenschrumpfen lassen. Alle Fäden der Kommunikation von Unterhaltung über Information, Einkaufen, Verkaufen, Management und Arbeit bis hin zur Telekommunikation sind auf einer Bildschirmoberfläche zusammengelaufen. Die Trennung zwischen Werkzeug und Medium ist entgültig aufgehoben. Noch nie bot ein Gestaltungswerkzeug so viele Möglichkeiten und noch nie haben so viele Menschen dieses Werkzeug genutzt. Gestaltete Kommunikation, ob geplant oder zufällig, breitet sich epidemieartig aus. Der verschärfte Wettbewerb um Aufmerksamkeit strapaziert immer stärker unsere Konzentrationsfähigkeit und hat unser Informationsverhalten verändert. Lesen ist Schwerstarbeit, für den zweiten Blick ist keine Zeit mehr. Die Grenzen unserer Aufnahmefähigkeit sind genauso überschritten, wie die Grenzen unserer Möglichkeiten, immer neue Berufsfelder als Gestalter zu integrieren. Wir haben endgültig den Punkt erreicht, wo wir uns an dem Wesen einer Aufgabe nicht mehr vorbeimogeln können. Kommunikation dient heute (über die funktionalen Aspekte hinaus) als Identitätsmerkmal. Die Ziele sind nicht mehr Anlass, sondern Teil der Gestaltung. Trotz und wegen der digitalen Revolution werden auch in Zukunft das Warum, Wozu und die Identität der Gestalter und Auftraggeber die Grundlage der visuellen Kommunikation bestimmen, werden Idee, Leidenschaft und eine eigene Meinung unbezahlbar bleiben, werden Intelligenz und Phantasie den Schlüssel zur angewandten Gestaltung darstellen. Die Zukunft der Kommunikation wird von der Fähigkeit zur dynamischen Erneuerung bestimmt werden. Es werden sich nur noch die Marken, Unternehmen und Institutionen durchsetzen, die sich ändern ohne sich zu ändern. 

 

Wie bringt man sich als Designer ein? 

Mit hinterfragen, mit realen Aufgaben, mit gründlicher Forschung, mit der Verknüpfung von verschiedenen Themen und Feldern, mit echter Teamarbeit, beim Machen. 

Modell für die Lehre. Modell für die Praxis.

Das Institut für neue Kommunikation bietet eine gemeinsame Plattform für Studierende des Kommunikationsdesigns und Kommunikationstreibenden aus allen Bereichen der Wirtschaft, Kultur und Politik. Dabei verfolgt die von Prof. Klaus Hesse geleitete Klasse drei Ziele. Erstens die Qualitätsverbesserung der Lehre durch die Integration von realen Aufgabenstellungen. Zweitens die unabhängige Forschung und Entwicklung von innovativer Kommunikation sowie die exemplarische Anwendung von neuen Strategien der Wissens- und Informationsgestaltung.  

 

Aktuell stehen für externe Kooperationspartner Designlabors für Editorial Design, Corporate Design und Corporate Communication zur Verfügung. Das Institut baut auf bereits bestehende Kooperationspartnerschaften (Unternehmen, Verbände, Museen, Verlage, Städte) und das umfangreiche Portfolio der Klasse Hesse auf. Ausserdem besteht ein festes Netzwerk aus renommierten Hochschullehrern von Universitäten und Kunsthochschulen sowie langjährigen Drittmittelpartnerschaften.  

 

Hochschulpartner: 

Central Academy of Fine Arts, Beijing/China (CAFA), China Academy of Arts, Hangzhou/China (CAA), Griffith University/Queensland College of Art, Brisbane/Australia, Michaelis School of Fine Art/University of Cape Town, South Africa, Nanjing University of the Arts, Nanjing/China (NUA), Queensland University of Technology, Brisbane/Australia (QUT), Shanghai Institute of Visual Art (SIVA), Cheung Kong School of Art and Design/Shantou University, Shantou/China (CKAD)