Disputation of Felix Kosok by Prof. Dr. Juliane Rebentisch and Prof. Klaus Hesse, University of Art and Design Offenbach

Felix Kosok

7. Juli 2020
Disputation von Felix Kosok

«Form, Funktion und Freiheit – Über die ästhetische-politische Dimension des Designs» lautet der Titel der Doktorarbeit von Felix Kosok, die er heute vor dem Promotionsausschuss der HfG Offenbach sehr gelungen verteidigt hat. Felix Kosok ist ein erfolgreicher Designer, der bereits zahlreiche internationale Auszeichungen der renommierten Designbiennalen und -wettbewerben gewonnen hat. Um so beachtenswerter ist seine intensive theoretische Auseinandersetzung über die gesellschaftliche Bedeutung von Gestaltung. Seine Dissertation umfasst einen theoretischen und praktischen Teil. Nachfolgende Kapitel hat Felix Kosok in seiner wissenschaftlichen Auseinandersetzung bearbeitet: Von der Gestaltbarkeit der Welt / Das Rätsel der Funktion / Die Freiheit der Form / Die Differenz des Designs / Design und Postdemokratie / Design und Demokratie. Für seinen praktischen Teil hat Felix Kosok drei Veröffentlichungen eingereicht: Weekly Political Poster / The Kids want Communism!, ISBN 978-3-945365-20-5 / Protest 1968-2018, ISBN 978-3-945365-30-4. Felix Kosok belegt mit diesem Beitrag, dass Gestaltung letztendlich immer eine untrennbare Schnittmenge von Politik, Ethik und Ästhetik bildet. Design definiert aus einer bestimmten Perspektive einen Rahmen der per se politisch ist. Mit seinen neuen Thesen erweitert er die Debatte über den Stellenwert von Gestaltung für die Gesellschaft, die letztendlich in den 70er des letzten Jahrhundert weitgehend verharrte.

Making Crisis Visible Klasse Hesse

Plakat von Nikolas Brückmann

Februar
Plakatausstellung »Making Crisis Political«

Dass man an der Ordnung der Dinge nichts Wesentliches ändern kann, ist die Basis-Banalität, die den Fortgang der Geschäfte sichert. Kunst und Gestaltung widersprechen dem schon durch ihre bloße Existenz: selbst da, wo sie auch nur ein Geschäft sind. In Zeiten des Umbruchs spitzt sich dieser Widerspruch zu und stellt Kunst und Gestaltung vor ihre äußersten Möglichkeiten: „Die Welt verändern, hat Marx gesagt. Das Leben ändern, hat Rimbaud gesagt. Diese beiden Losungen sind für uns ein und dieselbe.“ (André Breton, 1936) Gehen wir diese Geschichte noch einmal durch: ein letztes Mal? (Thomas Seibert)


20. Februar bis 1. März 2020

Eröffnung: 19. Februar 2020, 19.00 Uhr

Offenes Haus der Kulturen, Mertonstraße 26, Frankfurt/M


In Kooperation mit der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main und Medico International sowie mit freundlicher Unterstützung des Offenen Hauses der Kulturen.


Künstlerinnen und Künstler: Milena Bassen, Tessa Bode, Marie Döhn, Maria Egorova, Felizitas M. Fleischer Torres, Michael Franzen, Fabian Goth, Amélie Ikas, Victor König, Fabienne Laube, Timon Osche, Philipp Schäfer, Flora Schuller, Franca Tasch, Isabelle Zimmermann


www.makingcrisesvisible.com

www.medico.de

Making Crisis Visible Klasse Hesse

Sprecher: Angela Dorn, Schirmherrin und Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst / Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, Hessische Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung / Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese, Senckenberg Museum / Felix Kosok, Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main

Februar
»Making Crises Visible« ist ein Experiment, das es in dieser Form noch nicht gegeben hat. 

Am 11. Februar 2020 hat die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst Angela Dorn im Festsaal des Senckenberg Forschungsinstitut die Ausstellung eröffnet. Forschende des Leibniz Forschungsverbunds und Kunststudierende sowie Dozentinnen und Dozenten des Fachbereich Kunst der HfG Offenbach haben über mehr als ein Jahr einen intensiven Dialog über »Krisen in einer globalisierten Welt« geführt. Die Ergebnisse sind vom 12. Februar bis zum 2. Juni 2020 im Senckenberg Museum in Frankfurt zu sehen. Diese interdisziplinäre Auseinandersetzung ist ein neues Modell für die Lehre an einer Kunsthochschule sowie für die Darstellung von Wissenschaft. Ziel dieser Ausstellung ist es ein konstruktives Bewusstsein im Umgang mit Krisen vorzuleben. Das Wesen von Krisen zu verstehen und vor allem unmittelbar fühlbar zu machen. www.makingcrisesvisible.com


Partner:

Goethe Universität Frankfurt, Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main, Leibniz Forschungsverbund, Medico International, Senckenberg Naturmuseum


Beteiligte Hochschulen und Institute:

Bildungsstätte Anne Frank, HfG Offenbach, HAW Hamburg, Hochschule Darmstadt, Justus-Liebig-Universität Giessen, Nanjing University of the Arts, Shanghai Institute of Visual Arts


Förderer:

Evangelische Kirche Hessen und Nassau, Deutsche Stiftung Friedensforschung, Leibniz Gemeinschaft, Stadt Frankfurt am Main, Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main


Künstlerische Durchführung und Organisation:

Nikolas Brückmann, Klaus Hesse, Felix Kosok, Marc Ulm, Ellen Maria Wagner