Zeichensprache

Zeichen sind die schnellste und universellste Sprache der Welt. Sie geben uns die Richtung an: nach links, nach rechts, nach heiß, nach kalt, nach gut und nach böse. Zeichen sind Wegweiser für Stadt, Land, Geist und Seele. Jeder Mensch, vorausgesetzt er hat den Anschluss an die digitale Welt gefunden, produziert oder reproduziert Information und Kommunikation und entwickelt damit Identität und Kultur. Daneben oder darüber existiert die auf Einschaltquoten oder Klicks ausgerichtete, in viele 

 

Zielgruppensegmente zerfallene, redaktionelle oder unterhaltungsorientierte Medienlandschaft. Die Zeichen haben durch die Globalisierung eine Renaissance erlebt. sie überbrücken Sprachbarrieren. Sie machen Informationen und Funktionen sprachunabhängig. Jeden Tag entstehen neue Zeichen. die besten davon werden bleiben. Durch die Codierung von Lebensentwürfe über Marken werden auch temporäre Werte globalisiert. Wir rücken zusammen. die Zeichen helfen uns zu verstehen. 

Erwin Bauer Klasse Hesse
Zeichen des Wissens, 20. Mai 2003 Vortrag von Frank Hartmann und Erwin K. Bauer, Wien»Zu Otto Neuraths Bildvisualisierungen« www.neurath.at Bei der ersten Veranstaltung geht es um den »Erfinder des Piktogramms«: Otto Neurath (1882-1945), Wiener Sozialphilosoph und Planer der ersten didaktischen Ausstellungen in Wien, Paris, Berlin und Düsseldorf Mitte der zwanziger Jahre. »Was heute zum Medienalltag gehört, hat seinen Ursprung in Otto Neuraths Visualisierungssystem Isotype. Doch weit über die bekannten Piktogramme hinaus war Neurath vor allem ein Visionär der multimedialen Wissenskultur.« Frank Hartmann und Erwin K. Bauer aus Wien haben designhistorische Basisarbeit betrieben und die Vision von Otto Neurath mit neuem Leben erfüllt.
Heinrich Paravicini Klasse Hesse
Zeichen der Zeit, 3. Juni 2003 Vortrag von Heinrich Paravicini, Hamburg »Wie man viele Sprachen spricht, ohne Worte zu verlieren« www.mutabor.de Die Hamburger Designgruppe »Mutabor« gilt als die fleißigsten Zeichenmacher der Republik. Ihre ungezwungene Begeisterung über die Zeichensprache der zwanziger Jahre hat Trends ausgelöst. Spielend überbrücken sie die Lücke zwischen Otto Neurath und der Jetzt-Zeit. »Mutabor« hat sich den Zeichen verschrieben, aber nicht einem zugeknöpftem Stil. Sie verstehen sich als vielsprachige Verwandlungskünstler ohne fundamentalen Anspruch.